Rückblicke auf Veranstaltungen, Reisen, Tagungen...
Von Helau bis Alaaf!
Jecke Tön kommen aus dem NRW-Land zum Höhepunkt der Karnevalszeit, vom Westfalenland bis zur Eifel – alle sind jeck, alles andere wäre Quatsch!
Überall sieht man lauter Jecke, im Regen, im Schnee und auch im Sonnenschein. Die Politiker haben neue kluge Sprüche für das närrische Volk: "Habet Durst und meidet Schlaf, und ruft mit uns ganz laut Alaaf!"
Einer hatte besonderen Spaß: Das BRH Mitglied wurde in seinem Heimatort mit dem "Oskar der Narretei" geehrt. KG Präsident Dieter Birkenbusch – der seine Dienstuniform als GDBA-Senior bei der Deutschen Bahn trug - wurde mit dem "Lichterorden seiner Gesellschaft" ausgezeichnet.
Der Wahlspruch gilt nun in NRW für alle: "Bis Aschermittwoch ziehen die Jecken alle gemeinsam an einem Strang und in eine Richtung!"
auf dem Hochrad beim Jeckentreiben dabei: Fritz Müller.
Kölner Krippentour
Euskirchen/Köln. Wenn man unserem Fotoberichterstatter glauben kann, dann standen die schönsten Krippen auf der diesjährigen Tour im Kölner Brauhaus am Dom (siehe Fotos). In der Tat aber hatte Organisator Klaus Reimer wieder einmal die BRH-Familie zu einer Art Lieblingsbeschäftigung der Euskirchener gerufen.
Man startete den Krippenweg im Hauptbahnhof bei der Trümmerkrippe und ließ sich dann von Dr. Sieglinde Latz zu den unterschiedlichsten Darstellungen der Weihnachtsgeschichte mit oft erstaunlicher Typenvielfalt - führen.
So fand man in der Tat manchmal sogar den Köbes neben dem Bettler, frommen Menschen, Domschweizer, Straßenkehrer oder gar leichten Mädchen in der Krippe. Es soll sogar einmal die heilige Familie aus Teddybären bestanden haben.
Mal lag das Jesuskind ordnungsgemäß in einer Futterkrippe, mal in einem halben Kölschfass...
...und damit sind wir bei der Abschlussfeier: Natürlich im Gaffel am Dom. Erstmalig dabei war BRH-Mitglied Helmut Meissner: „Es war schlicht und einfach phantastisch!“
Neujahrsempfang Stadt und Kreis Euskirchen
Euskirchen. Bürgermeister Dr. Uwe Friedl musste rund 200 Hände schütteln, als sich die Vertreter aus den Vereinen, Politik, Verwaltung und Wirtschaft zum traditionellen Neujahrsempfang der Kreisstadt im Bürgerhaus trafen. Dabei war der Seniorenverband BRH mit seinem Kreisvorsitzenden Hans Burggraf und Alt-Präsident Werner Timmler sowie der BRH-Vorstandsmannschaft (Foto von li) Kurt Kroppen, Carl Schlesinger und Klaus Reimer vertreten.
Bürgermeister Friedl machte in seiner Ansprache einmal mehr deutlich, dass die Kreisstadt Euskirchen zurzeit angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen keinesfalls "rosig gebettet" sei. "Die finanzielle Misere auf kommunaler Ebene hält an!" Es sei weiterhin kein Licht am Tunnel zu sehen.
Dem offiziellen Teil - unter anderem mit den "Swing&Swing aus Palmersheim und dem Popchor der Musikschule Euskirchen - schloss sich ein intensiver Meinungsaustausch zwischen den Gästen und der Politikern aus Bund und Land an. So kam es einmal mehr zu einer interessanten Mischung aus Information unter den unterschiedlichen Interessensgruppen und außerdem genug Raum und Zeit für den "Kennenlern-Faktor".
Den fast gleichzeitig laufenden Neujahrsempfang des Kreises Euskirchen hatte der parteilose „Bürgerlandrat“ Günter Rosenke unter dem Titel "Weißte noch - damals - 40 Jahre Rückblick" gestellt. Es sollte eine vorgezogene Geburtstagsparty des größten Flächenkreises NRW werden. Der eigentliche Jubiläumstag wird im Laufe des Jahres noch gestaltet.
In seiner Rede - der vom BRH neben dem Kreisvorsitzenden auch Carl Schlesinger und Werner Timmler beiwohnten - kritisierte der Landrat insbesondere die drastisch gestiegenen Sozialausgaben, die 75 % des Haushaltsausmachen würden.
Januar 2012: 53. DBB-Jahrestagung in Köln
Bundesvorsitzende Gerti Schäffler-Kroner und ihre Stellvertreterin Anna-Maria Müller (mi).
Aus Euskirchen: Klaus Reimer, Carl Schlesinger und Hans Burggraf.
Euskirchen/Köln. Auf der ungewöhnlich hochrangig besetzten 53. DBB-Jahrestagung in Köln war der Seniorenverband BRH NRW mit einer starken Abordnung aus dem rheinischen Raum vertreten und hatte sich dazu mit der neuen Bundesvorsitzenden Gerti Schäffler-Kroner und deren Stellvertreterin Anna-Maria Müller Bundesverstärkung geholt.
Das Thema "Demografischer Wandel – was ist zu tun" erwies sich angesichts der derzeitigen Debatten als hochaktuell.
Die Kölner Messe schaffte dazu eine gute Atmosphäre für intensive Gespräche und Gedankenaustausch mit den Tagungsteilnehmern untereinander über aktuelle Verbandsthemen.
Dabei zeigten die Senioren in vielen Gesprächen Solidarität mit der aktiven Arbeitswelt und schlossen sich der DBB-Meinung an: "Ohne Veränderungen wird es der Öffentliche Dienst noch schwerer haben als heute, junge Menschen für sich zu gewinnen."
Der Wettbewerb zwischen der privaten Wirtschaft und dem Staat um den Nachwuchs an Mitarbeitern werde schärfer. Auch bei der Forderung nach großzügigeren Regeln zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat man den BRH an der richtigen Seite.
DBB Bundesvorsitzender Peter Heesen hatte die Tagung mit einer kritischen Gesellschaftsanalyse eröffnet: "Wir brauchen nicht wesentlich mehr, sondern mehr Wesentliches." Dazu machte der Chef des Beamtenbundes nicht allein auf bessere Bezahlung aufmerksam, sondern der Öffentliche Dienst solle auch und vor allem mit moderneren Arbeitsabläufen für junge Menschen attraktiver werden.
Auch Heesen forderte familien-freundlichere Arbeitszeitkonzepte als Antwort auf die gesellschaftlichen Veränderungen. Zum geplanten Personalabbau nannte Heesen es einen Skandal, dass der Bund auch 2012 wieder pauschal 1,9 Prozent der Stellen streichen wolle. Das wurde in der mit rund 700 Delegierten besetzten Halle mit wohlwollendem Applaus bedacht.
von der neuen Bundesvorsitzenden Gerti Schäffler-Kroner aus Bayern
und dem Euskirchener DBB Ehrenpräsidnet Carl Schlesinger.
Bundeskanzlerin Angela Merkel wertete mit ihrem Besuch das Treffen auf und nahm unter anderem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ins Visier. Das müsse werden! Merkel: "Kinder und Familien gehören dazu. Wir müssen auch schauen, dass diejenigen, die für eine Erziehungsphase Auszeiten nehmen, in ihrer Karriereplanung im Öffentlichen Dienst nicht total zurückgeworfen werden." Notwendig sei es auch, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass Ältere dort länger arbeiten könnten. Im Frühjahr werde die Bundesregierung eine "Demografie-Strategie" vorlegen, die diese Punkte aufgreifen werde.
So moderat wie Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sich gab, war schon lange kein Innenminister mehr auf der DBB-Tagung in Köln aufgetreten. Selbst beim umstrittenen Thema Personalabbau gab sich der Politiker verbindlich. Zudem appellierte er, bei der anstehenden Lohnforderung für die bevorstehende Tarifrunde im Öffentlichen Dienst Maß zu halten. DBB Chef Heesen kündigte an, es werde auch in diesem Jahr eine angemessene Einkommensforderung geben.
Das Motto "Demografischer Wandel - was ist zu tun?" war für diese Tagung hervorragend gewählt. So konnte sich auch der BRH - um die Folgen des demografischen Wandels bewältigen zu können - in den Gesprächen am Rande der Tagung einbringen und sich für Reformen im Öffentlichen Dienst stark machen.
Der BRH unterstrich: Auf viele ältere Mitglieder kommen nur wenige junge, so werde der Demografiewandel im Öffentlichen Dienst zu einem Problem. Man müsse mehr tun, um junge Menschen für den Dienst an der Gemeinschaft zu gewinnen, schlug der BRH im Meinungsaustausch eine Brücke zur DBB Jugend.
So war es auch ein Thema für den Seniorenverband, als der DBB-Vorsitzende von "gesellschaftspolitisch verheerend" sprach, dass immer mehr Menschen mit ihrer Arbeit kein ausreichendes Einkommen erzielen. Damit war der BRH bei seinem Schwerpunktthema, der deutlich stärker aufkommenden Problematik um die Altersarmut.
Heesen bekam deshalb Beifall vom BRH: "Wir brauchen wieder tragfähige Grundsätze für eine solidarische Gesellschaft, in der jedem das Wohl des anderen am Herzen liegt."
Bundeskanzlerin Merkel offenbarte sich in Köln nicht unbedingt als großer Fan der Rente mit 67, dafür plädiert sie zum Unmut eines Teils der Versammelten für eine Aufweichung der starren Ruhestandsgrenzen. Man müsse das Denken für die Zeit nach 65 verändern.
Und: "Denen, die auch danach noch arbeiten wollten, sollte man keine Knüppel zwischen die Beine schmeißen." Zu einer "Kultur des längeren Arbeitens" gehöre allerdings auch, dass die Arbeits-Möglichkeiten für Ältere verbessert würden, also für entsprechende Weiterbildung zu sorgen und die Arbeitsplätze altersgerecht zu gestalten. Auf diese Weise bekomme Deutschland auch wieder eine "Balance für die sozialen Sicherungssysteme". Zur Enttäuschung des BRH ließ sie das Thema Rentenangleichung außen vor.




