Rückblicke

Dezember 2022: Ein konstruktiver Austausch bei der Senioren-Union

(Euskirchen) Gutbesucht war das Café Kramer, als die Senioren-Union nach langer Corona- und Flut-Pausen wieder einmal zu einem politischen Frühschoppen eingeladen hatte. Dabei wurden die Interessen des Seniorenverband BRH durch Regina und Gerd Weinand sowie Hans Burggraf vertreten.

Gastgeber war die von Hubert Dobers geführte Senioren-Union, die dazu den Landtagsabgeordneten Klaus Voussem als Gesprächspartner gerufen hatte. Es war von Beginn an alles auf eine gute und offene Gesprächsrunde ausgerichtet und die rege Diskussionsbereitschaft zu verschiedenen Themen wie unter anderem zu den Themen wie Pflege und Trickbetrüge bei älteren Menschen machte deutlich, wie wichtig solch ein Meinungsaustausch empfunden wird.

Das Treffen nutzte der BRH auch dazu, sich mit der Vertretung von SIE - Senioren in Euskirchen – Claudia Aulmann und Hans-Werner Pütz zu aktuellen Themen auszutauschen. Rasch wurde dabei deutlich, dass es viele gemeinsame Handlungsbereiche gibt und man darin mehrheitlich auf einer Linie liegt. Bei dem konstruktiven Austausch vermittelte sich deutlich ein gutes Miteinander beim Thema wirkungsvolle Seniorenarbeit.

27.10.2022: Ein kurzweiliger Treff mit lustigen Vorträgen!

(Euskirchen) „Verzälle, laache, klaafe, die 2.“ firmierte die zweite Frauen-Gesprächsrunde des Seniorenverband BRH. Organisatorin Birgit Lorbach, hatte dazu diesmal in „Vierjahreszeiten“ im Euskirchener Carpe diem eingeladen. Und das erwies sich als gute Adresse. Die Damen konnten hier in absolut angenehmer, gemütlicher und harmonischer Umgebung dem Thema entsprechend ausführlich über den Herbst ´verzälle, laache und klaafe`.

Der Treffpunkt erwies sich so als eine gute Lösung, vor allem für die Teilnehmerinnen selbst. So ging es meist mit viel Humor und anschaulichen Redebeiträgen, die von den Damen selbst vorgetragen wurden, durch den Nachmittag. Natürlich bei Kaffee und Kuchen. Da passten alte Koch- und Backbücher, von Margareta Schütt zur Verfügung gestellt, geradezu perfekt.

Selbst die sehr freundliche und sehr engagierte Bedienung des Hauses, Sibylle Junkersdorf gab das eine oder andere zum Besten. So verwies sie darauf, dass sich in der Runde auch die Karnevalsprinzessin 2022 des Hauses befand. Und das war die über 90-jährige Tollität Marianne Moerchner. Dies und andere Aha-Erlebnisse machten so aus diesem Treff einen sehr gelungenen Nachmittag: Dabeisein machte einfach Spaß. 

Augenblicke aus dem Treffen „Verzälle, laache, klaafe, die 2.“ 
Fotos: Birgit Lorbach - Klick auf's Bild = Großbild

Übrigens, unter den Damen weilte auch ein Mann. Erich Loka hatte mit Gattin Hedda zu dem Treff gefunden und fühlte sich sichtlich wohl: „Eine nette Zusammenkunft, in Corona Zeiten keineswegs alltäglich!“ Und er ergänzte dann: „Es ist eigentlich schade gewesen, dass ich der einzige männliche Vertreter in der Runde blieb.“

Wir haben einige Stimmen nach dem Treff eingefangen. Karin Olschewski: „Es war ein sehr kurzweiliger Treff mit lustigen Vorträgen!“ Bernadette Hoffmann: „Das waren sehr gute Gespräche, wir fühlten uns von Anfang an willkommen!“ Margareta Schütt fasste alles in einem Wort zusammen; „Phantastisch!“

Eine Fortsetzung der Reihe wurde auch schon ins Auge gefasst: Im Januar des neuen Jahres soll dann der Karneval „erörtert“ werden.

Oktober 2022: Der Seniorenverband BRH ist mehr als nur Tourenveranstalter

(Euskirchen) Auf der öffentlichen Vorstandssitzung des Seniorenverband BRH im „Parkhotel“ beschäftigten sich die Vertreter des Verbandes, der sich als Stimme der älteren Menschen versteht, unter anderem mit finanziellen Dingen. So wurden insbesondere die Jahresabschlüsse 2021 für den Seniorenverband BRH selbst, als auch für die AG Reisen BRH verabschiedet. Die in der Sitzung versammelten Mitglieder nahmen das Zahlenwerk nach intensiver Aussprache zur Kenntnis. Einstimmiges Urteil: Trotz den Problemen zunächst wegen Corona und dann wegen Flut wurde die finanzielle Lage des Verbandes als geordnet eingestuft: „Der BRH handelt kostenbewusst und wirtschaftet sparsam.“

BRH-Vorstandssitzung am 16.10.2022
BRH Vorstand Joachim Dürer (re) ging u.a. auf die Situation der Berufskollegs ein.

Eine ernsthafte und intensive Aussprache beschäftigte sich mit der Frage, für was der BRH – wenn es um den Alltag der älteren Menschen geht – sich zuständig fühlt und dann auch einsetzt. Dabei hat sich ein weiteres Mal deutlich gezeigt, dass der BRH längst nicht nur ein „Tourenveranstalter“ ist.

Gleichwohl war auch in dieser Vorstandsdebatte auffällig, dass die vielbeachteten Aktionen „Urlaub ohne Koffer“ einen Schwerpunkt der Arbeit darstellen. Es zeigt sich immer wieder: Ein finanzierbarer Tages-Urlaub mit dem BRH in der näheren Heimat kann ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Das „Reisen“ gehört ja schließlich  zu den beliebtesten Hobbies der Älteren. Auch ältere Menschen wollen ihre Freizeit ansprechend gestalten, unter die Leute kommen und etwas von der Welt sehen. Und natürlich eignen sich auch für oft alleinstehende Senioren die Touren sehr gut, da diese so immer wieder auf gleichaltrige und gleichgesinnte Reisende stoßen, mit denen sich der Tag wesentlich angenehmer gestalten lässt. So widmete sich der Vorstand auch eingehend mit den Tourenplanungen für 2023. Es kam zu interessanten Plänen, die im ersten Halbjahr des kommenden Jahres umgesetzt werden sollen.

BRH-Vorstandssitzung am 16.10.2022
Schatzmeister Wolfgang Weber (li) erläuterte u.a. die Finanzsituation des BRH.

Der BRH beschäftigte sich aber auch mit Dingen über dem Tellerrand hinaus. So prüft der Seniorenverband eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem Euskirchener Sängerkreis und wird sich auch dem DRK zuwenden, wenn Informationen zum Thema „Naturkatastrophen und Notfallvorsorge und Verhalten“ auch die älteren Bürger angehen. Es ging auch um die Integration von Flüchtlingen, um ein überzogenes Datenschutzsystem und um ein besonderes Augenmerk für die Berufskollegs in Euskirchen und Kall, durch die Hochwasserflut schwer getroffen. Anfang Dezember will man sich zur nächsten Runde wieder treffen.

18.10.2022: Eurofighter-Standort Nörvenich und Lago Beach Zülpich

Mit Starfighter und Tornado auf Du und Du

(Nörvenich) „Es war etwas zum Anfassen, wir erlebten Faszination und Gefahr eng beieinander, staunten über die ungeheure Leistungsfähigkeit eines Flugzeugs“, berichtet uns eine Teilnehmerin, als es für den Seniorenverband BRH hieß: „Willkommen beim „Luftwaffengeschwader Boelcke“. Und dann sprudelt es aus ihr heraus: „Der Besuch des BRH war für uns alle ein Erfolg.

Nach dem freundlichen Empfang von Oberstabsfeldwebel Franz Löhr wurde uns nicht nur der Fliegerhorst, sondern das Areal Nörvenich sehr gut erklärt. Nun wissen wir, wie die Abläufe und das Leben der Soldaten sowie die Ausbildung der Piloten, an der sogar einige Frauen teilnehmen, funktioniert. Wir wurden zu dem Terminal gefahren, wo dann auch ein Eurofighter für uns zur Besichtigung bereitstand. Mit sehr viel Geduld hat der zuständiger technische Offizier Hauptmann Sven Groll und Techniker unsere Fragen beantwortet. Jedes kleine Detail hat er uns erklärt, Start und Landung einiger Eurofighter - extrem wendig - konnten wir uns ansehen, sogar ein Tornado war dabei. Auszuhalten war dieser Lärm allerdings nur mit Ohr-Schutz.“

Der Seniorenverband BRH war also - mit zwei Bussen gestartet - zu Besuch am Fliegerhorst des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 Boelke. Nach einem Vortrag zum Auftrag und zur Gliederung des Geschwaders konnte man sich in einem kleinen Museum über die Geschichte des Standortes des Geschwaders informieren. So wurde zum Beispiel die Aufgabe der Sicherung des Luftraumes Deutschlands thematisiert. Eine Alarmrotte bestehend aus zwei Eurofighter-Flugzeugen (Jet) ist 365 Tage und 24 Stunden in Bereitschaft. Ein solcher Jet kostet etwa 90 bis 120 Millionen €. Die Rotte ist wenn notwendig, in 15 Minuten in der Luft und kann weitere 15 Minuten später schon an der Nordsee im Einsatz sein.

Eurofighter-Standort Nörvenich und Lago Beach Zülpich
Fotos: Bernd Koherr - Klick auf's Bild = Großbild

Im Anschluss daran bestand die Möglichkeit, sich den Eurofighter direkt anzusehen. Dort wurden die Einzelheiten zum Flugzeug durch Hauptmann F. Groll erklärt. Dieser hat als technischer Offizier Luft und Raumfahrtwesen studiert. Diese Einweisung wurde kurzzeitig durch den Start von sechs Eurofighter und einem Tornado, die nach etwa 700 m Anlauf von der Startbahn abhoben, unterbrochen. Kurz wurde auch erklärt wie viel Geld für die Sicherheit des Luftraumes über Deutschland ausgegeben wird. So schlägt eine Flugstunde mit etwa 90.000 €, eine Simulator-Stunde mit etwa 24.000 € zu Buch.

Im Anschluss an den sehr informativen und interessanten Besuch im Geschwader Boelke konnte die Tour, die als Tourleiter BRH-Schatzmeister Wolfgang Weber - selbst Oberstleutnant -  leitete, bei Kaffee und Kuchen in Zülpich am Lago Beach ausklingen.

Wie eingangs erwähnt, waren auch Teilnehmerinnen auf der Tour nach Nörvenich dabei. Wir haben zwei Stimmen eingefangen: Brigitte Kühnen: “Es war super, hochinteressant. Mit Starfighter beim Start auf Tuchfühlung, beeindruckend!“ Birgit Lorbach:  Es war ein sehr schöner Tag. Wir wurden mit vielen interessanten Infos ‘gefüttert‘. Wolfgang Weber hatte das toll geplant und mitmoderiert.“

Übrigens: Die Fotos hat uns einmal mehr BRH-Mitglied Bernd Koherr mitgebracht.

12. Oktober 2022: Zu Besuch in Dr. Oetkers Welt

„Urlaub ohne Koffer“ bot den Senioren bei Dr. Oetker einen super-spaßigen Besuch

(Bielefeld) Im Rahmen der BRH-Aktion „Urlaub ohne Koffer“ waren die Mitglieder eingeladen, einmal die Welt von Dr. Oetker mit allen Sinnen zu erleben. Also machten sie sich in einem nicht ganz ausgebuchten Reisebus auf den Weg nach Bielefeld, um dort eine Führung durch die Dr. Oetker Welt zu unternehmen.

In dieser sicher sehenswerten Welt ging es nach einem filmischen Einblick in die Produktion und Firmenphilosophie bei einem geführten Rundgang für die älteren Besucher in ein attraktives Programm, das in fast drei Stunden einiges bot, u.a. eine mit Genuss gerührte Leckerei aus dem Puddingwunder (Kritische Anmerkung eines Teilnehmers: „Leider nur mit Wasser!“) und zum Abschluss auch noch zu einem Abstecher zu Kostproben im eigenen Bistro.(Noch einmal eine Anmerkung: „Leider war die Pizza nicht knusprig!“)

Die kritischen Anmerkungen zuvor sollen das insgesamt Erlebte aber nicht schmälern. In dem alten Firmengebäude wurde den Besuchern nämlich die bemerkenswerte Geschichte des Familienunternehmens und die Marke "Dr. Oetker" samt Werbung eindrucksvoll präsentiert. Dabei standen die Produkte und ihre Herstellung im Fokus des Museums. Auf mehreren Ebenen konnten die Älteren die gesamte Produktion vom Rohstoff bis zum fertigen Lebensmittel nachvollziehen.

Zudem wurde die lange Tradition der Marke Dr. Oetker immer wieder lebendig, denn neben einem historischen Kolonialwarenladen alter Art sahen die Senioren auch Oldtimer-Fahrzeuge, die einst im Dienste von Dr. Oetker unterwegs waren. Zudem spazierte man durch überdimensionale Verpackungen. BRH-Mitglied Bernd Koherr hat uns dazu eindrucksvolle Fotos mitgebracht.

Besuch bei Dr. Oetkers Welt
Fotos: Bernd Koherr - Klick auf's Bild = Großbild

Zum Abschied wurde dann auch noch kleine Überraschung für jeden Besucher für die Heimfahrt bereitgestellt. So erlebten die BRH-Senioren die Oetker Firmengeschichte und die weltbekannte Marke Dr. Oetker von den Anfängen des Unternehmens im Jahre 1891 bis hin zur heutigen Entwicklung neuer Produkte. Ein Teilnehmer schrieb uns dazu ins Buch für spätere Erinnerungen: „Das war insgesamt ein super-spaßiger Besuch.“ Eine bemerkenswerte Zahl konnte dazu Gerd Weinand, der diesen „Urlaub ohne Koffer“ als Tourleiter begleitete, mitbringen:“2,3 Millionen Pizzen werden täglich bei Dr. Oetker in mehreren einheimischen Werken produziert!“

Und man vermerkte: Mit mehr als 450 Produkten bietet Dr. Oetker eine vielseitige Produktpalette. Von süß bis herzhaft erstreckt sich das gesamte Dr. Oetker Sortiment. Und z.B. auch, dass weltweit 26.000 Personen bei Dr. Oetker arbeiten. Und den Bürgern in „Puddingtown“ Dr. Oetker mit seiner Fabrik, in der also immer noch das Pulver für die beliebten Desserts produziert wird, hohes Ansehen bescherte.

Bleibt zu berichten, dass vor dem Rundgang die Euskirchener Gruppe von dem BRH-Landesvorsitzenden Martin Enderle – einst Beigeordneter der Stadt Bielefeld – empfangen wurde. Mit ihm ging es dann zunächst zum ehemaligen Arbeitsplatz des Landesvorsitzenden ins alte Rathaus. Am Stadtmodell, das Bielefeld um das Jahr 1650 zeigt, erläuterte Enderle das Entstehen der Stadt, den Wohlstand, der auf der Arbeit der Leineweber fußte, den permanenten Kampf um das bisschen Wasser der Lutter, die die Stadt speiste. Am Leineweberdenkmal vorbei und über Bielefelds „Gute Stube“, den „Alter Markt“, ging es nach einem interessanten Rundgang zurück zum Rathaus, wo sich die Besucher im Hofbräu am Alten Ratshaus „Ratskeller“ stärkten.

7. September 2022: Schippern mit der MS Westfalen auf dem Biggesee

(Euskirchen/Sauerland) Eine Schifffahrt auf der Biggetalsperre war das aktuelle Angebot des Seniorenverband BRH. Also hieß es: Sachen gepackt und los ins grüne Sauerland mit Busfahrer Heinz Lemper. Dazu lieferte Tourleiter Gerd Weinand ein Erlebnis mit tollen Aussichten und mit interessanten Einblicken in die wunderschöne Natur rund um den See. Fünfzig Gäste des BRH hatten Lust, den Sommer um einen Sonnentag zu verlängern und eine kleine Auszeit auf See zu erleben - nicht am, sondern auf dem Biggesee.

Nach einer gemütlichen Anfahrt und einer Einkehr zur Mittagszeit auf den Südterrassen legte die MS Westfalen pünktlich ab. Das „Anbordgehen“ lief auch für die Senioren relativ flott ab und schon kurz nachdem man abgelegt hatte, fühlten sich wohl fast alle wie Mini-Kapitäne. Und wer mutig war, fand auch den Zugang zum echten Kapitän auf die Brücke.

Es wurde ein neues Erlebnis in einer sehenswerten Region des Natur-Erlebnisgebietes, das sich entlang des Stausees erstreckt. Freizeitmöglichkeiten in dieser Natur scheinen - insbesondere wenn das Wetter mitspielt - hier schier unbegrenzt und lädt selbst vom Schiff ein, die Möglichkeiten zu erleben! Und bei knapp „30 Grad Superwetter“ stand für die Senioren beinahe auch eine Abkühlung auf dem Plan.

Die Rundfahrt verging dann so wie im Fluge. Übrigens fand die Gruppe nach dem Schippern nicht den Weg zum Biggedamm. Das Ziel wurde aber hier und da fürs nächste Mal vorgemerkt.

Tagesfahrt zum Biggesee
Fotos: Bernd Koherr - Klick auf's Bild = Großbild

Das Team um Busfahrer Lemper und BRH-Tourleiter Weinand hatten mit perfekter Organisation dafür gesorgt, dass sich alle Teilnehmer wieder einmal umsorgt fühlen konnten. Sie genossen so sichtlich, dass auf und am Biggesee immer etwas los ist: Wer sich umsah, entdeckte sie, die Sportinteressierten, auch Wasserratten, natürlich Wanderfreunde und Naturliebhaber. So konnte man also die Umgebung eines der größten deutschen Stauseen ganz hervorragend per Boot erkunden.

Alle Teilnehmer kamen übrigens wohlbehalten wieder in Euskirchen an, können in den nächsten Tagen von der Tour des BRH wieder viel Neues erzählen. Und versprechen: Demnächst wieder! Ein Wunsch wurde übrigens nicht erfüllt. Der BRH hatte versprochen, man würde am Mittagstisch das Bergische Krüstchen – das aus einem mit einem Spiegelei überbackenen Schnitzel auf einem Mischbrot aus Roggen- und Dinkelmehl, angesetzt mit Sauerteig, besteht –  kennenlernen. Daraus wurde nichts. Eine abgespeckte Speisekarte der Südterrassen enthielt das Angebot nicht.

Die schöne Bildergalerie stammt von Bernd Koherr.

2. August 2022: Seniorenverband BRH: Zu Gast bei Millowitsch & Co

(Euskirchen) Es ist ein beschaulicher Friedhof mit gepflegter Vegetation, historischen Gräbern und prächtigen Monumenten ...und mit einer Führung von Ina Hoerner warten stets interessante Eindrücke: Nach mehr als dreijähriger Pause besuchten die BRH-Senioren wieder einmal den Kölner Melatenfriedhof. Dort, wo Liebe, Leben, Tod, Stadtgeschichte und Kunst lebendig ineinander übergehen.

Es wurde eine sehr aufschlussreiche Führung mit Stopps an allen Prominentengräbern der Kölner Bürger, an hochinteressanten Grabmälern und mit einem besonderen Genuss des parkartigen Charakters der Anlage. Das Letztere war wirklich so, angesichts der nachmittäglichen Sommerhitze machte der alte Baumbestand die ausgesprochen hohen Temperaturen erst erträglich.

Auf Melaten in Köln am 2. August 2022
Fotos: Karin Olschweski - Klick auf's Bild = Großbild

Von den fast 60.0000 Grabstätten wurden auch prominente Ruhestätten wie von Guido Westerwelle, Willy Millowitsch, Dirk Bach, Marie-Luise Nikuta und Gunter Philipp angesteuert. Dazu gab es dann die erwarteten Erläuterungen. So ist die Grabstätte von Dirk Bach erweitert worden, der inzwischen ebenfalls verstorbene Ehemann liegt neben ihm.

Bei der Kölnerin Nikuta, die oft im BRH bei geselligen Veranstaltungen zu Gast war, stießen die Senioren auf einen QR-Code auf dem Grabstein. (Mit QR-Codes können Nutzer Informationen aufrufen). Wenn man den Code scannte, waren prompt der Nikuta-Gesang zu hören und Bilder von ihr zu sehen. Und man blieb bei Cornelius Stüssgen stehen, der einst eine Kölner Konsumanstalt gründete, geöffnet von 4 Uhr morgens bis 23 Uhr abends – auch an Sonn- und Feiertagen. Die Senioren erinnerten sich: Stüssgen hatte auch einst die Verpackungen für 250 Gramm erfunden, vorher wurde ja alles in Papiertüten gepackt.

Die BRH-ler reisten auch diesmal wieder mit der DB, weitgehend mit dem 9-Euro-Ticket. Dabei schlug Tourleiterin Karin Olschewski der Bahn ein Schnippchen. Sie entging mit ihrer Gruppe den vielen Zugausfällen und dem ungeahnten riesigen Ansturm auf die Zügen im Kölner Hauptbahnhof dadurch, dass sie morgens bis Deutz durchfuhr, dann mit der Straßenhahn ohne umzusteigen zum Melatenfriedhof kam und es dann abends wieder ab Köln Deutz für alle freie Plätze gab. Derweil spielten sich dann später im Hauptbahnhof tumultartige Szenen um noch die wenigen freien Plätze ab.