Rückblicke

Mai 2021: Oldtimer im Seniorenverband BRH erinnern: Mein erstes Auto

(Euskirchen/Rheinbach) In den jungen Jahren unserer Senioren hatte ein Auto noch einen gewissen Kultstatus, zudem war es ein Symbol des Aufbruchs. Für die damals noch jungen Leute war es zudem ein besonderes Stück Freiheit, denn mit einem Auto konnte man noch etwas bewegen, am besten sich selber. Und das Fahrzeug war auch eine Eintrittskarte in eine gewisse Unabhängigkeit.

So entstand beim Seniorenverband BRH der Gedanke, doch einmal bei den Mitgliedern die Geschichte vom ersten Auto nachzufragen. War doch das erste eigene Auto seinerzeit für viele Menschen wie die erste Liebe, die man nie vergisst. Und die Mitglieder erzählten dann, viele skurrile Erlebnisse kamen in Erinnerung. Es war offensichtlich das schönste Gefühl, privilegiert zu sein und ein Auto zu besitzen. Es musste billig im Unterhalt sein, einfach zu reparieren, und vor allen Dingen aus heutiger Sicht: Nicht geleast, nicht finanziert, sondern bar bezahlt.

Beispielhaft berichten wir heute über das erste Fahrzeug unseres Mitglieds Werner Krings (Rheinbach), der sich an seine Geschichten immer noch mit ein bisschen Kribbeln im Bauch erinnert. Sein erstes Auto werden die meisten Leute nicht kennen, das war ein roter DKW Meisterklasse, Baujahr I936, Vierganggetriebe, unsynchronisiert mit Revolverschaltung und innen liegenden Benzinsack und viel Pappmache. Er hatte ihn Dagobert getauft.

Krings - erstes Auto
Mein erstes Auto - erinnernt sich der BRH-Senior - werden die meisten Leute
nicht kennen: Es war ein roter DKW Meisterklasse, Baujahr I936, Vierganggetriebe,
unsynchronisiert mit Revolverschaltung und innen liegenden Benzinsack.

Schon der erste Start war abenteuerlich, wenn Krings uns erzählt: „Von einem Kameraden erwarb ich als junger Unteroffizier l961 das Fahrzeug. Noch ein halbes Jahr versichert und versteuert für einhundertfünfundzwanzig Mark. Es war mehr als Gag gedacht, denn als erforderliches Fortbewegungsmittel. Wenige Tage nach dem Erwerb wollte ich stolz meine damalige Freundin und heutige Ehefrau von ihrer Arbeitsstelle, der Hauptpost in Oldenburg, abholen. An einer Kreuzung bekam ich vom Verkehrsposten das Haltesignal und stoppte scharf. Als ich dann weiterfahren wollte, reagierte der Motor nicht mehr, er lief nur im Leerlauf weiter. Damit die Kreuzung wieder frei wurde, schoben der Polizist und ich das Fahrzeug zur Seite. Mein Kamerad wurde zur Hilfe gerufen.

Die Fehlersuche ergab dann, dass das Gasgestänge gebrochen war. Die Einzelteile fanden wir nicht wieder. Deshalb wurde das Auto auf Handgas umgestellt. Auf der Beifahrerseite wurde ein Loch in das Bodenblech geschnitten und die Gasübertragung mit achtfachem Fernmeldeschaltdraht umgestellt. Das bedeutete aber nun: Ich brauchte für jede Fahrt einen Beifahrer, der Gas gab. Und da beim Schalten in den nächsten Gang immer Zwischengas gegeben werden musste, war das oft auch noch eine laute Angelegenheit. Schon nach kurzer Zeit wusste ich, wen ich als Beifahrer gebrauchen konnte.

Es gab aber noch ein Nachspiel: Als ich bei meinen zukünftigen Schwiegereltern antrat, musste ich zunächst die Schuhe ausziehen, da sie stark nach Benzin rochen. Die Ursache: Die Dichtung am Benzinsack, der oberhalb des Gaspedals lag, war undicht und das Benzin tropfte ständig auf meine Schuhe. Es kam aber noch schlimmer. Neben dem „Schuh-Verbot“ im Haus erhielt ich nach einer eingehenden Begutachtung meines Fahrzeugs durch die Mutter meiner späteren Frau sogar Parkverbot vor ihrem Haus.“

Krings könnte noch viel mehr erzählen, so sprudelt es aus ihm heraus: Zum Beispiel seine abenteuerliche, weiteste Fahrt von Oldenburg nach Minden zum Polterabend eines Kameraden. Seinen ,,Dagobert" verkaufte er nach Ablauf des Versicherungsvertrages leicht entkernt für einhundertfünfzig Mark an einen Schrothändler. Das zweite „richtige“ Auto erwarb er dann im Dezember l969 kurz vor seiner Versetzung nach Bückeburg und das war ein Renault R4.

Agrippina von 15 bis 59 n.Chr. - Sagen und Legenden aus dem alten Köln

Wir stehen - egal wie man es dreht und wendet - vor "Ruhetagen" unseres Osterfestes. Da kommt jeder freundliche und aufmunternde Wink gerade recht. Wie zum Beispiel die künstlerische Arbeit unseres Kölnbarden Hans-Jürgen Jansen, fast ein echter BRH-ler und mehrmals auf unseren Veranstaltungen aktiv, zuletzt mit dem unbestrittenen Grandseigneur des Kölner Karnevals Ludwig Sebus.

Wenn Sie etwas Zeit und Muße haben, sollten Sie sich mal reinklicken. Sie finden ein Werk, nett ausgedacht, Text und Musik unterhaltsam präsentiert.

Wer Interesse an Kölner Geschichte und Kölner Persönlichkeiten von der Antike (!) bis zur Neuzeit hat, sollte sich das interessante, informative und humorvolle Video von Hans-Jürgen Jansen, dem Kölnbarden, wirklich einmal ansehen. Uns hat es gut gefallen, vielleicht gefällt es Ihnen auch. Hier bei Youtube finden das Video.

Mehr zu Hans-Jürgen Jansen finden sie auch auf seiner Homepage.

BRH Medizin gegen Einsamkeit: Eine Seniorin hilft mit einem Tip

(Euskirchen) Während der lang andauernden Corona-Pandemie kann bei vielen älteren Menschen das Gefühl der Einsamkeit zunehmen, zumal die persönlichen Kontakte ständig reduziert werden. Da gibt es gute Ratschläge, zum Beispiel Corona als die perfekte Gelegenheit für ein neues Hobby oder um Dinge auszuprobieren, die man schon immer einmal ausprobieren wollte. Aus der Reihe der vielen Vorschläge, die uns eingereicht wurden, sticht eine Geschichte heraus, weil sie so munter daherkommt.

Da regt eine Seniorin, die ihren Namen nicht genannt wissen möchte, an, sich doch einmal einem ganz besonderen Geschöpf, dem Hund, zuzuwenden. Und empfiehlt, wann immer es die Lebenslage und die strenge Beachtung des Tierschutzes ermöglicht, einen vierbeinigen Freund Teil der Familie werden zu lassen. Es sei ein besonderes Glück, ein Leben mit solch einem fantastischen Gefährten zu teilen.

Sehr gut überlegt, vorbereitet und ausgestattet mit den Möglichkeiten - solch eine Freundschaft einzugehen - sollte man es auch im Seniorenalter versuchen und erfahren und miterleben: Der Vierbeiner beobachtet, prägt sich ein, erinnert sich, präsentiert stets eine Mischung aus Intelligenz und Erfahrung und ist (fast) immer freundlich. Es lohnt sich dann, sich auf den besten aller Freunde einzulassen, ihn zu verstehen und ihm auch zu helfen, in unserer schwierigen (Menschen)Welt zurechtzukommen.

Maja
Maja - ein vierbeiniger Freund Teil der
Senioren-Familie - gehört in unserem
BRH-Beitrag die Hauptrolle.

Und wenn man sich dann nach aller Vorsicht und eingehender Prüfung der Möglichkeiten, die das eigene Zuhause und die eigene Gesundheit bieten, für einen vierbeinigen Freund entschieden hat, dann gibt es solch einen schönen Alltag, aus dem unsere Seniorin berichtet.

Aus ihr sprudelt es förmlich mit Lebensfreude heraus: „Langeweile habe ich nicht unbedingt, ich erzähl’ aber einfach gerne von unserer neuen Mitbewohnerin.“ Maja mache sich gut, sei aber voll in der Pubertät. Wie bei Menschen auch, sei offensichtlich das Gehirn wegen Umbau geschlossen – sie mache also jede Menge Unfug! Das, was der Hausherr einst sich unbedingt von einem Hund gewünscht hatte, „verfluche“ er inzwischen.

Er wollte einen Hund, der ins Wasser geht und gut apportiert. Da es im eigenen Garten Teiche gebe, würde Maja aber da ständig drinsitzen. „Leider“, beklagt unsere Seniorin augenzwinkernd: „… klaut sie dann auch alle Wasserpflanzen und zerpflückt sie.“ Das fänden dann Herrchen und Frauchen immer wieder nicht so lustig, böse sein oder gar knurren könne man nicht …

Unsere Seniorin, die selber schon seit Jahren im Tierschutz arbeitet, weist allerdings auch auf einen coronabedingten Missstand im Welpenhandel hin. Die Preise für Welpen sind extrem in die Höhe geschnellt, der illegale Handel boomt – zum Leidwesen der unter schlimmsten Bedingungen gehaltenen Hunde!

Man solle sich vor der Anschaffung gut überlegen, ob man dem Tier bis an sein Lebensende ein schönes Zuhause bieten kann und will. Welpen und Junghunde sind sehr arbeitsintensiv und für die ältere Generation nicht empfehlenswert. Allerdings warten in ausländischen Tierheimen viele alte Hunde, die verhältnismäßig pflegeleicht und dankbar sind, wenn sie noch ein wenig Liebe erfahren dürfen!

Es gibt viele gute Tierschutzorganisationen, die solche Hunde gerne und mit Herzblut vermitteln! Übrigens: Die in unserem Beitrag erwähnte „neue Hündin Maja“ kommt zwar aus Deutschland, wurde aber ursprünglich wegen Corona angeschafft und dann wegen Überforderung wieder abgegeben, nachdem Ordnungsamt und Veterinäramt mehrfach vor Ort waren. Dies ist derzeit leider kein Einzelfall in Deutschland ...

Im Februar 2021: "Kunstausstellung" an den Ufern der Urft

Spuren in Eis erzählen! Ein winterlicher Bilderbogen von BRH Mitgliedern

(Euskirchen) Eis ist hin und wieder mehr als nur gefrorenes Wasser. Manchmal entstehen daraus wahre wunderbare und vielfältige Einblicke. Phänomene der Natur.

Ursula Brühl und Robert Klütsch sandten uns Bilder einer "Kunstausstellung" an den Ufern der Urft, ermöglicht durch die momentane "Kleine Eiszeit". Solch schöne Aufnahmen erwischt man nicht alle Tage, einige von ihnen tauchen jetzt wie aus dem Kuriosen-Kabinett auf.

Derart schöne und besondere Motive, im Eis entdeckt, werden für einige Betrachter sogar eine kreative Wirkung haben. Wenn man sie findet: Wie ein letzter Gruß des Winters glänzen die Eiskristalle, man gerät ins Staunen und man wähnt sich in einer wunderbaren Welt.

Wie von Hand kreiert haften die Kristalle aus Eis am Uferrand und man spürt: Hier hat die Natur selber große Kunst geschaffen. Und für die Kenner will sie zeigen, was für ein Meister der Schönheit sie ist. Die faszinierenden Fotos können spannende Geschichten zum Thema "Spuren in Eis" erzählen.

Wir möchten warnen: "Nicht mehr lange und der Zauber aus Eis wird dahin schmelzen wie Erinnerungen an vergangene schöne Tage!"

Haben Sie in der Corona-Zeit ebenfalls solche schönen Erfahrungen gemacht, die andere erfahren sollten: Dann informieren Sie uns unter hansburggraf@yahoo.de / T 02251 80621. Wir berichten gerne.

Fotogalerie: Urft - Eisbilder
Fotos: Ursula Brühl und Robert Klütsch - Klick auf's Bild = Großbild

Januar 2021: BRH Euskirchen trauert – Dieser Abschied tut weh

(Euskirchen) Für den BRH Euskirchen wurde die Welt schlagartig ein gutes Stück trauriger: Fast zeitgleich verstarben Ehrenpräsident Carl Schlesinger und BRH-Schatzmeister Klaus Reimer. Beiden Ehrenamtlern wurde im Seniorenverband in hohen Maß Wertschätzung und Verbundenheit entgegengebracht.

Carl Schlesinger, einst jüngster Oberstudiendirektor in NRW, trat nicht nur als Schulleiter des Gymnasiums Marienschule viele Jahre in Erscheinung. Er saß zudem eine lange Zeit in der CDU-Fraktion im Kreistag, war Vorsitzender des DBB-Kreisverbandes und auch Leutnant der Reserve. Mit seiner Lebenserfahrung hat er gerade den BRH immer wieder bereichert.

Der stellvertretende Vorsitzende des BRH Euskirchen, Joachim Dürer, in seiner Berufszeit Referatsleiter in einer staatlichen Mittelbehörde und Dozent für öffentliches Dienstrecht an einer Fachhochschule, Kommunalpolitiker und viele Jahre Mitglied des Kreistages, fand für den Seniorenverband die Worte: "Ein äußerst lieber und sehr kompetenter Mensch ist von uns gegangen. Wir bedauern das von ganzem Herzen!"

Hannelore Kraft, Klaus Reimer, Carl Schlesinger

BRH Euskirchen trauert um zwei Vorstände:
Carl Schlesinger und Klaus Reimer (von re)

- auf unserem Foto bei einem Empfang
der ehemaligen Ministerpräsidentin von NRW,
Hannelore Kraft - 

sind fast zeitgleich verstorben.
Nicht nur BRH Euskirchen trauert.

Klaus Reimer meisterte ehrenamtlich über viele Jahre mit zuverlässiger Bravour die gesamte Tätigkeit eines Schatzmeisters und stand im Seniorenverband seinen Mann mit einer bewundernswerten, stets freundlichen Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitgliedern. So wurde er zum bedeutsamen Pfeiler innerhalb der lokalen Verbandsarbeit, eine verlässliche Größe, der sein Amt umsichtig wahrnahm, es stets ernsthaft ausfüllte. Mit einer ihm zuzuordnenden Beharrlichkeit und mit besonderem Nachdruck vertrat er stets die Interessen der älteren Menschen.

Für Ihn fand der Webmaster des BRH Euskirchen, Alex Halm die rechten Worte: "Wir sind wirklich sehr traurig. Klaus war ein Pfundskerl. Man musste ihn einfach mögen. Ein menschlich großer Verlust. Er wird fehlen."

Januar 2021: BRH auf märchenhaft weißgefärbten Waldwegen durch die winterliche Landschaft

(Euskirchen) Endlich war es soweit, der Schnee lockte trotz Corona auch die Städter einmal hinaus zur Schneeschuh-Wanderung in eine traumhafte Gegend der Eifel. So erging es auch unseren BRH Mitgliedern Helga und Günter Gymnich, die sich an den Winterbildern erfreuen wollten und sich samt Enkelin auf den Weg machten……..und uns herrliche Fotoeinblicke mitbrachten.

Die Gymnichs hatten in der Eifel einen schönen Weg gewählt: Ab Waldkapelle ’Decke Tönnes’ über den Effelsberger Weg und über den Letherter Bach, vorbei am Wanderparkplatz Bleielsnück zur Kapelle St Michael mit Ziel Aussichtspunkt Eifelblick Michelsberg.

Der Start an der Waldkapelle ’Decke Tönnes’ in der Nähe von Bad Münstereifel mit Autoparkplatz war gut gewählt. Wird in der Kapelle doch der Eremit St. Antonius aus Ägypten geehrt, der als Schützer der Wälder, des Wildes und des Viehs geachtet wird. Aktuell ist aber auch St. Antonius ein Patron der Autofahrer, die ihm ihre kleinen und großen Sorgen anvertrauen. Unsere Schneewanderer erinnern sich: „Die zahlreichen, brennenden Kerzen zeugten davon, dass viele Menschen hier Trost und Hoffnung finden.“

Fotogalerie: Winter in der Eifel
Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Der Weg führte die Gymnichs überwiegend auf märchenhaft weißgefärbten Waldwegen mit geringen Steigungen durch die winterliche Landschaft. „Die Bäume, wunderschön verschneit, ungewöhnlich in der heutigen Zeit. Der fabelhafte Anblick erinnerte an die Zeiten vor 30, 40 Jahren, als es noch viel Schnee gab“, schwelgen unsere Berichterstatter immer noch in höchsten Tönen. Vom Reiz der Winterlandschaft regelrecht verzaubert. In diesen Jahren lag wohl auch Schnee, aber scheinbar viel mehr als heute. Das ist wohl als das Schönste in Erinnerung geblieben.

Dennoch, auch bei dieser Tour in der Natur ließen sie offensichtlich leicht den Alltag hinter sich und genossen auch die Einsamkeit auf dem Streifzug durch die romantische Winterlandschaft, begegneten hier und da auch einheimischen Vierbeinern. Von Touristen-Ansturm keine Spur, der Grund: „Das verläuft sich bei den vielen Wegen.“ Haben Sie in der Corona-Zeit ebenfalls solche schönen Erfahrungen gemacht, die andere erfahren sollten: Dann informieren Sie uns unter hansburggraf@yahoo.de / T 02251 80621. Wir berichten gerne.

Januar 2021: Faszinierende Einblicke in die Tierwelt im eigenen Garten

(Euskirchen) Man mag es manchmal nicht glauben und dennoch ist es so: Mit offenen, aufmerksamen Augen wird man immer wieder beobachten, dass man zu jeder Jahreszeit im eigenen Garten stets Bekanntschaft mit vielen freundlichen Lebewesen machen kann. Dabei begeistern uns wohl vorrangig oft zahlreiche Vogelarten mit farbenprächtigem Gefieder und schönem Gesang. Sie besuchen auch unsere Grünanlagen hinterm Haus, bauen immer wieder eifrig Nester oder nutzen vom Hauseigentümer gestellte Unterkünfte und versorgen dann unermüdlich ihren Nachwuchs.

In Günter Gymnich haben wir ein Mitglied des Seniorenverbands BRH, das gerne einmal innehält und die Tierwelt im eigenen Garten, also vor der persönlichen Haustüre, beobachtet und der dann mit faszinierenden Einblicken in die heimische Tierwelt belohnt wird. Gymnich: „Schaut man sich aufmerksam im eigenen Garten um, kann man im Laufe des Jahres Bekanntschaft mit vielen Insekten und Tieren machen.“ Wenn man dann, so berichtet der Kameramann weiter, die Fotografie als Hobby betreibe, dann mache es natürlich Spaß diese Lebewesen zu fotografieren.

Fotogalerie: Gartenbesucher
Fotos: Günter Gymnich - Klick auf's Bild = Großbild

Unser Berichterstatter ist optimistisch: „Die dann fotografierten Tiere oder auch Insekten dürften weitgehend bekannt sein.“ Und schränkt dann aber auch ein: „Nicht so häufig dürfte man in Stadtnähe den Buntspecht bzw. den Grünspecht sehen!“ Oder er nennt den im Bild festgehaltenen Lindenschwärmer - einen Schmetterling - den auch er vorher noch nie gesehen hatte. Dazu gehöre als Fotograf auch einfach Glück. Dagegen habe sich der Sperber mutig nur zwei Meter vor dem Fenster in Positur gesetzt.

Wir wollten wissen: Benötigt man für diese Aufnahmen eine besondere Kamera? Der BRH-ler winkt ab: „Das nicht, aber eine längere Brennweite ist hilfreich, sowie in erster Linie Geduld. (Anm.: Ein Motiv in größerer Entfernung benötigt ein Objektiv mit längerer Brennweite.)

Und dann noch einmal Günter Gymnich: „Diese Tiere zu fotografieren hat mir Spaß gemacht. Gerne möchte ich die Bilder mit den Lesern teilen. Vielleicht sind sie ein Lichtblick in dieser schwierigen Zeit.“

Übrigens: Das städtische Umweltamt Köln und der BUND initiieren zurzeit einen Fotowettbewerb „Hecken für Gartenschläfer“. Man kann dazu mit der eigenen Kamera die Tierwelt im heimischen Garten festhalten und wird staunen: Als aufmerksame Beobachter wird man eine wahre Vielfalt der Natur entdecken. Haben Sie in der Corona-Zeit ebenfalls solche schönen Erfahrungen gemacht, die andere erfahren sollten: Dann informieren Sie uns unter hansburggraf@yahoo.de / T 02251 80621. Wir berichten gerne.

Jahreswechsel: Corona hatte in Euskirchen offensichtlich den Stecker gezogen

(Euskirchen) Über den Tagen des Jahreswechsels hatte die Corona-Pandemie offensichtlich den Stecker gezogen. Auch Euskirchen und das größere Umfeld feierten schlichtweg ganz still ins neue Jahr. Um Mitternacht übertönten die Kirchenglocken den gelegentlichen Böller, fast überall herrschte gähnende Leere. Für Ordnungskräfte gab es wenig zu sehen, nur gelegentlich hörte man die Töne der Feuerwehr. In Euskirchen rückte die Wehr nur fünfmal aus, für einen Jahreswechsel ausgesprochen wenig.

Fotos: Eberhard Städtler - Klick auf's Bild = Großbild

Wo sonst in allen Farben und Varianten geballert wurde, gab es diesmal fast ein geräuschloses „Wir wünschen allen ein frohes und gesundes neues Jahr.“ Auf der Hauptgeschäftsstraße und auf den beliebten Treffpunkte der Innenstadt: Gähnende Leere statt Menschenauflauf. An einem Abend, an dem es die Euskirchener normalerweise auf die Straßen zieht, um das neue Jahr zu begrüßen, war dieses Mal nahezu alles anders. Ein nächtlicher Streifzug durch die Innenstadt lieferte unserem Fotografen Eberhard Städtler ungewöhnliche Einblicke.

Ludwig Sebus zum neuen Jahr 2021: "Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft lässt sich nicht so einfach zerstören!"

Ludwig Sebus
BRH-Freund Ludwig Sebus zu 2021:
„Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft
lässt sich nicht so einfach zerstören!“

Ludwig Sebus, es gibt in der großen BRH-Familie wenige Menschen in und aus Köln, die eine positive, optimistische Grundhaltung so intensiv und authentisch vorleben wie unser Krätzchen-Sänger, Komponist und Texter aus der Domstadt, ein Freund des Seniorenverband BRH. Bei dem mittlerweile 95 Jährigen geht das immer einher mit großer Herzlichkeit und guter Laune. Der Köln-Barde Hans-Jürgen Jansen hat es einmal so festgehalten: „Zur Freundschaft zählt stets ein frohes Herz!“

Sebus wuchs als Sohn eines Vergolders in Köln auf, wurde 1943 als Soldat eingezogen und kam nach Russland, von dort kehrte er erst Ende 1949 aus Gefangenschaft an den Rhein zurück. Den ersten großen Erfolg hatte er in der Session 1954/1955 mit dem Lied „Jede Stein in Kölle eß e Stöck vun deer“. Seitdem trat er regelmäßig im Kölner Karneval auf und viele seiner Auftritte und Konzerte wurden im Fernsehen und Radio übertragen. Im Laufe der Jahrzehnte hat er diverse Lieder sowohl für sich selbst als auch für andere Interpreten geschrieben.

In den letzten Jahren war Ludwig Sebus regelmäßig beim Seniorenverband BRH zu Gast, nicht nur mit seinem Melodienreigen, sondern auch oft mit seinem Kölngeflüster, Rümcher und Verzällcher. So wurde er zum Freund des BRH. In einem seiner letzten Hits blickte er bei einem BRH-Treffen zurück:

Die Uhr läuf immer wigger wie flöck verjeiht de Zigg
Su manches jeiht donevve doch miehstens hätt mer Glöck
Maht ich en all dä Johre nit jedem alles Räch
Wor falsch ens avjeboge doch et bliev minge Wäch
Ich däht et alles su widder dun
Un hätt ming kölsche Siel och he un do ne Schrom.

Wer könnte also für unsere Senioren prädestinierter sein für einen hoffnungsvollen Ausblick auf das neue Jahr als er. Die Corona-Zeit – so meint er – habe uns gelehrt, dass der Mensch weniger braucht, um zufrieden zu sein. Die Erinnerung an die russische Kriegsgefangenschaft gebe ihm zudem die Hoffnung: „Eine Situation kann miserabel und furchtbar sein, aber die Hoffnung auf eine bessere Zukunft lässt sich nicht so einfach zerstören.“