Archiv 2015 (Juli - Dezember)

18.12.2015: Zum Weihnachtsmarkt in Trier

Für Theo erklang zum 75. „Happy Birthday“ in Trier

(Trier) Der BRH-Veranstaltungsabschluss 2015 führte mit Tourleiter Manfred Harth zum Weihnachtsmarkt nach Trier und dieses Ziel stand ganz im Zeichen des Advents und des bevorstehenden Weihnachtsfestes. So wundert es nicht, dass auf dieser Fahrt die üblichen Heimatlieder nicht angesagt waren, stattdessen standen Weihnachtsgedichtvortrag und Weihnachtsgesang auf dem Programm.

Und einmal ertönte auch das bereits 1893 von der Musikerin Mildred Hill geschaffene, weltweit gesungene Glückwunschlied zum Geburtstag, gottlob in Deutschland rechtefrei und weltweit als Allgemeingut anerkannte „Happy Birthday“. Es galt dem fleißigsten Tourenbegleiter und BRH’ler Theo Moll zum 75.

Damit war man in der Universitätsstadt Trier - der ältesten Stadt Deutschlands - angekommen und es begann, anders wie bei den üblichen Triertouren, zunächst mit einer hochinteressanten Stadtrundfahrt im eigenen Bus. Eine Gästebegleiterin brachte den Teilnehmern die Weltkulturerben Porta Nigra, die Kaiserthermen, die Reste des Amphitheaters und die Römerbrücke näher.

Ein Stopp wurde zur Innenbesichtigung der evangelischen Konstantin-Basilika eingelegt. Gleichzeitig wurden die Teilnehmer in die Trierer Stadtgeschichte eingeführt. Zum Weihnachtsmarkt ging es dann natürlich auch noch. Vor der imposanten Kulisse des Trierer Doms und auf dem mittelalterlichen Hauptmarkt boten etwa hundert liebevoll dekorierte Stände den passenden Rahmen.

Das gesamte Tagesprogramm rundete auf der Rückfahrt mit einvernehmlicher Zustimmung aller Teilnehmer Manfred Harth dann mit seiner Stimme ab: „So ein Tag, so wunderschön…“ Und es blieb Zeit, allen Begleitern für gemeinsam erlebte schöne Stunden auf den Touren 2015 zu danken und allen besinnliche Festtage und ein gesundes 2016 mit weiterhin viel Reisefreude mit dem BRH Euskirchen zu wünschen. Fotos von der Tour stammen aus der Kamera von Bernd Koherr.

Bildergalerie - Fotos: Bernd Koherr -

Dezember 2015: BRH-Sorgentelefon wird rege genutzt

(Euskirchen) Nach einer längeren Pause stieß die ordentliche Versammlung des Seniorenverbandes BRH Euskirchen in der Gaststätte „Zur Waage“ auf reges Interesse. Aus der Arbeit des BRH vor Ort, aber auch aus den Seniorenvertretungen im Land und Bund informierte der Kreisvorsitzende Hans Burggraf umfassend.

Besorgt zeigte sich dabei der BRH, dass man in der Kreisstadt Euskirchen den seit Jahren erfolgreich arbeitenden Arbeitskreis Senioren seitens der Stadt aufgelöst hat. Es wird nun überlegt, ob gemeinsam mit anderen Verbänden ein Anstoß zur ordentlichen Wahl eines Seniorenbeirates erfolgen soll.

Gut besucht war die Versammlung des Seniorenverbandes BRH
zum Jahresende 2015 in der Euskirchener „Waage“.

Breiten Raum der Beratungen nahm neben dem Rückblick auf 2015 das Programm 2016 ein, das älteren Menschen eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben durch viele Touren ermöglicht. Für die Touren des Seniorenverbandes, die auch unter der Fahne des DBB allen anderen Fachgewerkschaften angeboten werden, hat sich die Touren-Gemeinschaft mit „AG Reisen dbb/brh – kv euskirchen-reisen“ einen neuen Namen gegeben.

Begrüßt wurde das vom BRH eingerichtete Sorgentelefon, das rund um die Uhr ansprechbar ist und sehr stark zu vielfältigen Themen genutzt wird. Dabei wird ausdrücklich auf feste Sprechstunden verzichtet.

Berichtet wurde im Rahmen des Treffens auch über das erfolgreiche Arbeiten des BRH Bildungswerks, das örtliche Verbände bei den Bemühungen im Rahmen der Seniorenarbeit immer wieder finanziell unter die Arme greift.

11. Dezember 2015: Ein Wintertraum im Phantasialand Brühl

Neue Attraktion: Es gab Regentropfen in Bindfäden aufgereiht!

(Brühl) Für die sechzig Senioren des Seniorenverbandes, die mit Tourleiter Manfred Harth unterwegs waren, gab es diesmal im Brühler Phantasialand eine besondere Attraktion: Es gab Regentropfen in Bindfäden aufgereiht! Mit diesem redensartlichen Bild meinen wir allgemein, dass es Bindfäden, die niemals abreißen, regnete.
 
Das aber tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Denn, wo gibt es bessere Unterhaltungsmöglichkeiten als im Phantasia, wer ermöglicht Dinge zu erleben, für die man sonst weit reisen müsste oder die es nur im Fernsehen gibt? Dabei sind die BRH-ler schon Stammgäste.

Das Phantasialand bietet immer neue Aktionen der Superlative. Der Gastgeber im Freizeitpark setzt immer wieder auf beste Shows mit Besonderheiten. Man ist in Afrika, China oder Hawaii zu Gast, erlebt Märchen, Fantasy und Science Fiction in unterschiedlichen Themenbereichen. Und wer es dann einmal beschaulich möchte, kommt auch auf seine Kosten, z.B. im Heino-Cafe. Weil Manfred Harth schon im Bus auf der Anfahrt Programmflyer verteilte, fand hier schon eine fleißige Vorplanung, wie der Tag zu gestalten ist, statt. Die Fotorückblicke von dem Phantasialand-Besuch lieferten Volker Lohmeyer und Heinz Reul.

Bildergalerie - Fotos: Volker Lohmeyer -

Bildergalerie - Fotos: Heinz Reul -

4.-6. Dezember 2015: Fahrt zum Christkindlesmarkt in Nürnberg

BRH-Senioren bewegten sich auf historischen Boden

(Nürnberg/Euskirchen) Vor Ablauf des alten Jahres startete Tourleiter Klaus Reimer mit fast 70 Teilnehmern dem vorweihnachtlichen Nürnberg einen Besuch ab, und der hatte es in sich. Neben der Führung per pedes durch den Innenstadtbereich und einer weiteren geführten Stadtrundfahrt mit dem Bus standen zwei weitere hochinteressante Stationen auf dem Programm: Die Karlsburg und das Albrecht-Dürer-Haus.

Bildergalerie - Fotos: Bernd Koherr -

Gleich zu Beginn des Jahresbesuchs war die Begegnung mit der abendlichen Altstadt, die sich im weihnachtlichen Glanz zeigte (leider ohne das bekannte Christkindl), ein echtes (neudeutsch) Highlight. Die Geschichte dieses Bereichs, vorgestellt von drei Stadtführerinnen, beeindruckte die Teilnehmer. Übrigens, Weihnachtsgeschenke konnten in ausreichender Fülle auf den vielen Orten des Christkindls Marktes besorgt werden.

Eindrucksvoll war aber dann auch die Rundfahrt am 2. Tag, die zu interessanten Punkten führte, z.B. zum Reichsparteitagsgelände. „Das sind schon beeindruckend und manchmal auch ein wenig schockierende Dimensionen“, stellten die Teilnehmer fest. Insbesondere dann, als sie im Innenraum der nicht fertig gestellten riesigen Kongresshalle anhalten konnten und sich auf historischen Boden bewegten. Die Teilnehmer erlebten so hautnah ein Teil der deutschen Geschichte.

Aufschlussreich wurde es dann auch bei einem geführten Abstecher ins Albrecht-Dürer-Haus, in der Nürnberger Altstadt. Der 1420 errichtete Altbau - gefühlte mehr als fünf Stockwerke - wo Deutschlands Mahler um 1500 wohnte und arbeitete, vermittelte authentische Atmosphäre und informierte über die Geschichte des Hauses mit reichen Beständen an Kunstsammlungen, wertvollen Kopien. Aber das im Krieg unzerstörte Bürgerhaus aus der Nürnberger Blütezeit verlangte von den älteren Besuchern aus Euskirchen auch regelrechte Kletterkünste bis unters Dach. Dennoch ließ die Führung durch das Anwesen, wo man einst ‚meisterlich’ wohnen konnte, Eindruck.

Bildergalerie - Fotos: Heinz Reul -

Am Abschlusstag wurde dann noch die Kaiserburg, eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen des Mittelalters, besucht. Eine große und prachtvolle Burganlage, die früher alle Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches besuchten. Jetzt waren die Euskirchener da.

Die Fotos für das Album sammelten Heinz Reul und Bernd Koherr.

November 2015: Archäologische Führungen im 'Unterreich' des Kölner Domes

Senioren trauten sich ins Unterreich des Doms

(Köln) Wer weiß schon, dass der Platz unter dem Kölner Dom während eines Erdbebens einer der sichersten Orte ist? Solche Informationen und noch viele weitere spannende Geschichten rund um den Dom gab es bei der BRH-Aktion hinab in das Unterreich der weltberühmten Kölner Kirche.

Wegen der großen Nachfrage musste gleich dreimal gestartet werden: Alois Janietz, Heinz Reul und Alex Halm führten die Senioren  auf eine ungewöhnliche Entdeckungstour, um viel Wissenswertes und Interessantes zu erfahren. Die drei Tourleiter vertraten so kollegial den Organisator Werner Krings, der wegen einer Erkrankung ausgefallen war.

„Sehr intensiv erläuterte uns die Führerin die einzelnen Ausgrabungen an den Fundamenten des Domes“, berichtet Heinz Reul, von dem auch die Fotoeindrücke für unsere Site stammen. Beeindruckt war auch Entdeckerin Ute Neubauer: „Die Fahrt zur Besichtigung der ‚Dom-Unterwelt’ hat mir sehr gut gefallen. Die Führung war sehr kurzweilig und informativ,  -  schön!“

Ganz nebenbei erfuhren die Teilnehmer, dass der Dom entgegen hartnäckig fortbestehender Ansicht im 2. Weltkrieg von den Bombern der Alliierten nicht bewusst ‚verschont‘ wurde. So präzise Bombardements waren unmöglich.

Die Wahrheit ist, dass der Dom viele Treffer einstecken musste und neben den zahlreichen äußeren Schäden große Teile des Innenraums mit hohen Schutthaufen bedeckt waren. 

Glück im Unglück: Die Zerstörungen boten die einmalige Chance, erstmals in der Geschichte des Doms den Bereich der Fundamente offenzulegen und in unterirdische Geschichte und Vergangenheit des Doms zu schauen und somit das heutige Angebot ‚Archäologischer Führungen unter dem Dom’ zu ermöglichen. 

Zum Abschluss gab es dann auch noch auf dem Weg zur Rückfahrt mit dem Zug für den einen oder anderen die Möglichkeit zum Glas Kölsch im Brauhaus. Das Fazit kam von einem Teilnehmer: „Es war wieder einmal ein sehr interessanter Termin mit dem BRH und ich bedanke mich für die tollen Eindrücke der mittelalterlichen Baumeisterkunst in Köln.“

Bildergalerie - Fotos: Heinz Reul -

22. Oktober 2015: Ein Tag im belgischen Leuven

Hautnah beim lustigen Studentenulk auf dem Markt

(Löwen/Leuven) Eindrücke von wirklich schönster flämischer Baukunst sorgten bei den sechzig BRH-Besuchern für schier fantastische Augenblicke, als man mit Tourenleiter Manfred Harth zu Gast im belgischen Leuven (Löwen) war.

Die alte burgundische Universitätsstadt Leuven hatte viel zu bieten: Nicht nur wegen der weltgrößten Brauereigruppe, sondern auch deswegen, weil hier offensichtlich Studieren, Forschen, Entdecken und Testen auf höchstem Niveau Spaß macht. Apropos Spaß: Die Euskirchener waren auch zugegen, als junge Menschen auf dem Markt einen Studentenulk demonstrierten (Foto).

Mittelpunkt waren die beiden Führungen durch das berühmte gotische Rathaus und in der St. Pieterskirche. Das Rathaus - vom großen Markt aus betrachtet - entlockte den Besuchern viele Ahs und Ohs ob seiner 236 Fresken in den Nischen der Außenwände.

In zwei Gruppen geteilt wurde auf drei Etagen das "Innenleben" dieses einmaligen Rathauses besichtigt. Reiseleiter Manfred Harth entlockte am Ende der Tour den Senioren ein überwiegend positives Echo. Wenn es wenige Minuspunkte gab, dann nur wegen der langen Anfahrzeit.

Viel Arbeit machte sich Hoffotograf Günter Gymnich, der die Augenblicke für uns mit seiner Kamera festhielt.

Bildergalerie - Fotos: Günter Gymnich -

Bildergalerie - Fotos: Volker Lohmeyer -

7. Oktober 2015: Tagesfahrt an die Mosel

„Hier ankerten auf der Mosel richtige Pötte!“

(Mosel) Moselurlaub für einen Tag und dann auch noch Weinprobe! Da musste Irma Brölingen einfach nur zuschauen. Der Grund: „Sie trinkt nur Sprudel“. Das war aber auch dann der einzige Makel dieser BRH-Tour, die u.a. nach Traben-Trabach führte.

Es war die Premiere für Tourenleiterin Karin Olschewski und die endete mit Beifall für die neue Regie.

Man hatte mit dem Wetter viel Glück, auch wenn es in das mystische Halbdunkel der Kellergewölbe der eigentlich unvergleichlichen Mosel-Atmosphäre ging. Der kleine Höhepunkt war dann die Weinprobe, wie sich die Teilnehmer gerne erinnerten.

Es gab zahlreiche Infos, auch fern ab der ebenfalls besuchten malerischen Altstadt von Bernkastel-Kues, nämlich in der Ausstellung des größten Brückenbauprojektes Europas, dem Hochmoselübergang. In der Bewertung der besuchten Stätte schnitt übrigens Bernkastel-Kues als besonders sehenswert ab. „Hier ankerten auf der Mosel richtige Pötte!“, wusste ein Teilnehmer zu berichten.

Für die Fotoberichterstattung sorgte Günter Gymnich.

Bildergalerie - Fotos: Günter Gymnich -

September 2015: Beim Luftwaffengeschwader 31 "Boelcke" in Nörvenich

(Nörvenich) Nach dem etwa 4-stündigen Besuch beim taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelke“ entschloss sich BRH Vorstand Georg Brölingen zu einem kurzen Fazit: „Das war hochinteressant!“

BRH-Tourenleiter Werner Krings, selbst Hauptmann a.D., begleitete die Infogruppe der Senioren aus Euskirchen zu Informationen über die Entstehung des Fliegerhorstes bei Erftstadt sowie die Gliederung und Aufgaben des Verbandes. Die Situation trug Oberstabsfeldwebel Christoph Holbein in eindrucksvoller Weise vor. Natürlich wurden im Hangar der Eurofighter vorgestellt.

Eine Gastbesatzung der spanischen Luftwaffe führte sogar einen Start vor. Abschluss bildete der Besuch der militärhistorischen Sammlung. Da auch noch das Angebot der Kantine positiv überraschte, war bald die einhellige Meinung aller Teilnehmer gefasst: „Dieser Besuch hat sich gelohnt!“ Eine Wiederholung ist im nächsten Jahr für Mai, April 2016 geplant. Hinter der Kamera stand wieder Günter Gymnich, um die Fotosammlung zu ergänzen. 

BRH-Gruppe beim Luftwaffengeschwader Nörvenich
BRH-Gruppe beim Luftwaffengeschwader Nörvenich
Klick = Großbild
Hinweis:
Fotografieren war auf dem Fliegerhorst - mit Ausnahme in der Militärgeschichtlichen Sammlung - nicht erlaubt. Die Gruppenaufnahme vor dem Eurofighter verdanken wir der Luftwaffe. Freundlicherweise haben wir auch die Genehmigung zur Veröffentlichung bekommen.
 
Zum Eurofighter: 
Der Eurofighter ist ein Abfangjäger der vierten Generation von Kampfflugzeugen. Der einsitzige Jet verfügt über zwei leistungsfähige Triebwerke. Die am Vorderteil des Rumpfs angebrachten Entenflügel sorgen für eine besonders gute Manövrierfähigkeit bei geringer Geschwindigkeit und einen geringen Luftwiderstand. Seine hohe Wendigkeit erreicht der Eurofighter mit Hilfe von Flugkontrollcomputern.

Technische Daten:

Triebwerke 2 Mantelstromtriebwerke Eurojet EJ200 (knapp 80 000 PS)
Länge: 15,96 m
Höhe: 5,28 m
Spannweite: 10,95 m
Höchstgeschwindigkeit 2.495 km/h in 10.975 m Höhe
Reichweite 1.390 km
Dienstgipfelhöhe 16.765 m
max. Flughöhe 19.812 m

Bildergalerie - Fotos: Günter Gymnich -

September 2015: Klaus Reimer auf Berlin-Exkursion

(Berlin/Euskirchen) Etliche Gespräche in Berlin um Themen wie Hambacher Forst, Mitteleuropas letzten Urwald, die Stellung der Atomenergie und Braunkohle sowie die Fragen um erneuerbare Energie bestimmten den Besuch von BRH Schatzmeister Klaus Reimer.

Der Grünen-Umweltexperte Oliver Krischer, MdB - geboren in Zülpich, aufgewachsen in Heimbach - hatte ihn mit einer Gruppe in die Bundeshauptstadt eingeladen. So wurden es an einigen Tagen kaum gemütliche Abende mit viel Trubel, dagegen war eher immer ein wenig Stress angesagt. 

Klaus Reimer mit Gruppe in Berlin

BRH-Arbeit und Politik leben gleichermaßen vom Dialog, vom Austausch. Und so ging es dann auch unter der Kuppel des Reichstagsgebäudes meist engagiert zu. Natürlich wurde auch ein unvergleichlicher Panoramablick über das umliegende Parlaments- und Regierungsviertel am Berliner Spreebogen nicht unterdrückt.

Auch nicht Berlin zu Schiff und Berlin von oben: Einmal fast 400 m auf den Fernsehturm am Alex in 40 Sekunden. Und natürlich die bekannten Orte der Politik und Ministerien, der Dokumentations- und Begegnungszentren sowie die Orte der Erinnerung und des Gedenkens. Gestrichen wurden dagegen Spaziergänge Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor und von dort mit der Kutsche quer durch die Stadt zum Kurfürstendam.

Dennoch war das Fazit von Besucher Reimer eindeutig positiv: Berlin war eine Reise wert.

17.09.2015: Duelmen - Fast 400 Wildpferde in freier Wildbahn: Ein toller Anblick

(Dülmen) Die BRH-Tagestouren mit Manfred Harth sind ein wichtiges Element im Monatsablauf der älteren Menschen, eine finanzierbare und sinnvolle Beschäftigung, die am Tagesende ein gutes Gefühl bringen, was erlebt und etwas für eine zufrieden gestaltete Zeit geleistet zu haben. Zum Beispiel mit dem Besuch bei den Wildpferden im Merfelder Bruch bei Dülmen in Westfalen.
 
„Es war wieder einmal ein toller Anblick, die fast 400 Wildpferde in freier Wildbahn zu beobachten“, berichteten die Teilnehmer aus dem Bruch, einem weitläufigen Wald-, Moor- und Heidegebiet, wo sich die einzige Herde von freilebenden Wildpferden in Europa befindet. Das mag schon besonders interessant sein, wenn traditionell im Frühjahr auf der Bahn vor großer Zuschauerkulisse die einjährigen Hengste aus der Herde gefangen werden.

Bildergalerie - Fotos: Günter Gymnich -

Zum Programm gehörte noch ein Besuch von Dülmen, bekannt durch seine verschiedenen musikalischen Veranstaltungen und ein Straßentheater.

Und dann ein Abstecher zur Besichtigung der Werkstätten „Karthaus“. Beeindruckend, wenn mobileingeschränkten Menschen ermöglicht wird, mit dem eigenen Schaffen einen bedeutsamen Beitrag zu leisten. Die Produkte der Kollektion Karthaus sind heute weit über die Region hinaus bekannt.

Bildergalerie - Fotos: Heinz Reul -

Auch das „Drumherum“ stimmte. Lockenkopf Wolfgang Saßmann als Spieler und Schatzmeister des großen Spielmannszugs Marmagen chauffierte sicher den Bus, rechte Hände des Reiseleiters waren Karin Olschewski und Werner Krings, und als singender Troubadour kam auch Tourchef Manfred Harth wieder zu Wort.

Alles ins rechte Bild rückten Günter Gymnich und Heinz Reul mit der Kamera.

Sept. 2015: Diskussionen um Armut und Flüchtlingssituation

(Euskirchen) Michael Stabel wiederholte im BRH seine frühere Aussage und sprach von einem „enorm wichtigen Problem“, gab aber zu bedenken, dass für die Erstellung des geforderten Armutsberichtes wegen des hohen Arbeitsaufwandes möglicherweise der Fachbereich 6 (Schulen, Generationen, Soziales) bei der Stadtverwaltung Euskirchen mit der derzeitigen personellen Besetzung nicht in der Lage sein wird.

Stabel ist Vorsitzender des Ausschusses für Generationen und Soziales der Stadt Euskirchen und versuchte bei einem Treffen mit Vertretern des BRH im „AG Reisen DBB/BRH“ gemeinsam zu überlegen, ob man handeln kann, wo man was bewegen kann, ob konkrete Strategien zur Bekämpfung auf der Liste der Bemühungen nach oben gestellt werden können.

Anlass zu dem Informationsaustausch bot der der Stadt und den Fraktionen vorgelegte BRH-Antrag auf Erstellung eines Armutsberichts Euskirchen. Die BRH’ler unterstrichen nochmals die Bedeutung eines solchen Berichtes, fragten dann speziell nach der Zahl von Beziehern der Grundsicherung in Euskirchen nach, zudem nach einer Darstellung, wie sich die Zahl in den letzten fünf Jahren entwickelt hat, und wie die Prognose ist. Auch wenn der Gast die Antwort auf die Zahlen schuldig blieb, bedankte sich der Gastgeber für die insgesamt offenen sehr nach vorne gerichteten Diskussionen in der Info-Runde.

Diskussion um Armut und Flüchtlingssituation
BRH’ler sprachen mit Michael Stabel, Vorsitzender des Ausschusses für Generationen
und Soziales der Stadt, die Erstellung eines Armutsberichts an und unterstrichen nochmals
die Bedeutung einer solchen aktuellen Darstellung.

Der BRH hatte auch die Gelegenheit genutzt, noch einmal die Situation um den inzwischen aufgelösten „Arbeitskreis Senioren“ darzustellen und sprach das aktuelle Thema „Flüchtlinge in Euskirchen“ an. Der Ausschussvorsitzenden gab die aktuelle Zahl mit etwa 300 an.

Am Rande des Treffens nutzte Bürgermeisterkandidat Michael Möwes (SPD) die Gelegenheit, sich auch diesem Kreis vorzustellen.

BRH: Ein Kölner Urgestein wird 90: Hipp hurra für Ludwig Sebus

„Jede Stein en Kölle eß e Stöck vun meer“, singt leicht abgewandelt ein Kölner Urgestein und trifft damit mit kölschem Herz und kölscher Seele den Nagel auf den Kopf: Ludwig Sebus ist Köln und er wird in diesen Tagen 90 Jahre jung! Hipp hurra!

Der Jubilar gilt als besonders guter Freund des Seniorenverbandes BRH mit stabilen Brücken nach Euskirchen, das er jahrelang immer wieder als Gast des bekannten „Talk im Annaturm“ besuchte und maßgeblich gestaltete.

Unvergessen bleibt, als er auf dem kleinen Schauplatz des Talks einst den (ersten) Bühnen-Abschied von Hans Süper „Datt Ei“ gestaltete.

Der BRH gratuliert seinem Träger des BRH-Ehrenordens, auf unserem Foto flankiert von BRH-Größe Werner Timmler (li) und DBB-Größe Carl Schlesinger (re).

Sebus wuchs als Sohn eines Vergolders in Köln auf, kam im Krieg nach Russland, kehrte erst Ende 1949 aus Gefangenschaft zurück.

Als Kölns heute bekanntester Krätzchensänger feierte er den ersten großen Erfolg 1954 mit dem Lied „Jede Stein en Kölle!“ Der Kölner Karneval wurde im letzten Jahrhundert maßgeblich durch seine ausgeprägte Ausstrahlung und Überzeugungskraft beeinflusst. Seine Auftritte waren stets authentisch: „Schön bruchste hück nit uszesinn!“

Der BRH durfte viele Jahre die Künstlerkarriere mitverfolgen. Auch noch im neuen Jahrtausend konnte Sebus durch seine unnachahmlichen Moderationen und nachdenklichen Lieder seine Euskirchener begeistern.

26.08.2015: Im Schmetterlingsgarten im Schlosspark Sayn (Neuwied)

(Bendorf/Linz/Euskirchen) Wilhelm, später Kaiser des Deutschen Reiches, war da und stellte schon 1857 begeistert fest: „Wirklich, es ist ein rechtes Märchenschloss!”

Da durften wahrlich die Euskirchener Senioren nicht fehlen. Jetzt reisten die BRH’ler unter Regie von Karin Olschewski und Manfred Harth in stattlicher Zahl an und stellten auf Schloss Sayn fest: „Nicht nur Heiraten ist hier ein unvergesslich schönes Erlebnis.“

Bildergalerie - Fotos: Günter Gymnich -

Strahlender Sonnenschein begleitete die Senioren auf diesem Erlebnistag, dort wo früher Kaiser und Könige zu Besuch waren. Zum Beispiel im Garten der Schmetterlinge. „Ein Märchen von tausendundeinem Schmetterling“, berichtet Harth, immer noch begeistert.

In zwei Glashallen flogen diese farbenprächtigen Falter frei umher und ließen sich aus nächster Nähe betrachten. Eine Teilnehmerin war angetan: „Besonders interessant waren die kleinen chinesischen Wachteln, der geheimnisvolle Leguan, die Schmuckschildkröten und die tropischen Finken inmitten von Orchideen und Bananenstauden!“

Bildergalerie - Fotos: Bernd Koherr -

Im zauberhaften neugotischen Schloss der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein wurde sich mittags am reichlich gedeckten Büfett gestärkt, dann konnte der anschließende Schlossrundgang folgen.

Auf der Rückfahrt wurde dann noch ein Stopp in der „Bunten Stadt am Rhein“, dem schönen Linz, für eine Kaffee- und Kuchentour eingelegt.

Durch den Fokus ihrer Kamera suchten Bernd Koherr und Günter Gymnich für uns nach den schönen Eindrücken und hielten sie fest.

4. August 2015: Die alte Nähmaschine Pfaff hat ausgedient

(Kaiserslautern) „Es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt“, meinte ein Teilnehmer auf der Pfaff-Tour und Anneliese Heymann ergänzte zustimmend: „Alles was recht ist, das war insgesamt sehr informativ!“ Es sei interessant gewesen, den Weg zu erfahren: Von der Nähmaschine, die früher in jedem Haushalt zu stehen hatte, bis zu den heutigen Groß-Maschinen für die Industrie in aller Welt. Auf den Adressenfeldern konnte man oft China und Russland lesen.
 
Auf Vermittlung von Angela Parker und unter Regie des Reiseleiters Werner Krings war eine BRH-Gruppe zu Gast in dem Weltunternehmen Pfaff in Kaiserlautern. Vor Ort führte Manfred Schmidt in die Firmengeschichte und die heutige Situation der Firma ein. Dabei stellte er besonders die geänderte Produktpalette heraus.Nach Vorstellung älterer Nähmaschinen wurde beim Rundgang durch die modernen Produktionshallen in eindrucksvoller Weise gezeigt, wie die neuen Verarbeitungsmaschinen hergestellt und für den Export verpackt werden.
 
Die Geräte haben mit den uns bekannten Nähmaschinen nichts mehr zu tun, erinnerte sich Heinz Reul. Heute wird nicht mehr nur Stoff oder Leder miteinander verbunden, sondern zusätzliche Materialien werden durch Kleben, Schweißen oder Lasern in neue Formen gebracht. „So habe ich das noch nie gesehen, berichtete Reul, der wie Anneliese Heymann und Bernd Koherr die Eindrücke mit der Kamera festhielt. Es sei eine lebendige, informative Tour der außergewöhnlichen Art gewesen.
 
Nach dem Mittagstisch ging es dann noch nach Bingen, wo am Rheinufer schon mit "Kranknecht Hans" eine historisch gekleidete männliche Person am alten Rheinkran die BRH’ler erwartete. Witzig und unterhaltsam ging es mit ihm zurück in frühere Abläufe des Abladens von Gütern in Bingen. Noch einmal Heymann: „Man hat sich regelrecht ins Mittelalter versetzt gefühlt.“ Der Tag ging so schnell vorbei, dass später kaum Zeit für eine „Pfütze Bier“ (Originalton Reiseleiter) blieb.

 

Weitere Bildergalerien mit Impressionen zur Fahrt folgen in Kürze.

Bildergalerie - Fotos: Bernd Koherr -

Bildergalerie - Fotos: Heinz Reul -

Bildergalerie - Fotos: Anneliese Heymann -

16.07.2015: Im dm-Logistikcenter: Eine spannende und gleichzeitig kurzweilige Angelegenheit

dm-Verteilcenter
Das dm-Verteilcenter aus der Vogelperspektive

(Weilerswist) Eine beeindruckende Betriebsbesichtigung absolvierte eine weitere größere BRH-Gruppe unter Regie von Karin Olschewski in dem DM-Logistikcenter Weilerswist.

„Man muss es gesehen haben, es war sehr interessant, überaus informativ“, berichteten die Teilnehmer übereinstimmend. Über zwei Stunden war man in der modernen Betriebsstätte unterwegs, in zwei Abteilungen hervorragend geleitet und instruiert durch Ullrich Jungbluth.

Es ging um die Geschichte des Unternehmens, um Daten und Zahlen zu Standorten, Umsatz, Transportmengen, Transportwegen, Expansion, Mitarbeiterzahl in Weilerswist. Der "Spaziergang" durch die drei Ebenen der hochtechnisierten Hallen des Verteilzentrums machten den Besuch zu einer spannenden und gleichzeitig kurzweiligen Angelegenheit.

14.07.2015: Auf Goethes Spuren in Wetzlar

„Ohne mich wäre Goethe gar nichts!“

Wetzlar/Euskirchen. „Ohne mich wäre Goethe gar nichts!“ Wie recht sie hatte, die junge schöne Lotte (Theresa Gehring), die eine über 60-köpfige Besuchergruppe des Seniorenverbands BRH aus Euskirchen in Wetzlar empfing und auf die Spur des großen Goethe setzte. Der junge Jurist war im Mai 1772 als Praktikant zum Reichskammergericht gekommen, hatte da „guten Tag“ gesagt und ward nicht mehr gesehen, lernte aber bei einer Tanzveranstaltung die hübsche Charlotte kennen und lieben. Vier Monate später war er wieder weg. Aber diese aussichtlose Neigung entlud sich dann in seinem ersten bekannten Roman „Die Leiden des jungen Werther“.

Die Studentin berichtete den Euskirchenern aus der damaligen Zeit, als sei man dabei gewesen. Es war dann wohl auch noch mehr als nur ein Techtelmechtel, das bei dem zumindest in Wetzlar agierenden richtigen Hallodri aus Frankfurt dann auch keine heimliche Liebschaft mehr blieb. Das "von“ muss dann später erst dazugekommen sein, wurde verraten. Was den mitreisenden ehemaligen CDU-Kreistagspolitiker Carl Schlesinger mit Blick in die heutige politische Landschaft bezüglich Titel schmunzeln ließ.
 
Mit Reiseleiter Klaus Reimer hatten die Senioren die frühere deutsche „Hauptstadt des Rechts“
besucht und selten zuvor fand eine BRH-Tagestour solch ein ungeteiltes Lob. Uschi Küpper war noch Tage später begeistert: „Eine ganz, ganz tolle Reise!“ Der ungeteilten Zustimmung schloss sich Heinz Reul an: „Es war ein wunderschöner Ferientag.“
 
Zunächst hatte man in geführten Rundgängen in unterschiedlichen Gruppen Wetzlar entdeckt, um dann Goethes charmante Freundin (damals 19 ) persönlich kennenzulernen. Krönender Abschluss war schließlich der Besuch des benachbarten Klosters Altenberg an der Lahn. Das Kloster bot neben seiner jahrhundertealten Geschichte auch viele verborgene Plätze und Orte, die mit den Klosterführern entdeckt wurden. Nach der prachtvollen Klosterkirche suchten dann alle Entspannung im Kloster-Festsaal. Die Fotos zu dem Bericht stammen von Bernd Koherr, Heinz Reul und Carl Schlesinger.

Bildergalerie - Fotos: Heinz Reul -

Bildergalerie - Fotos: Carl Schlesinger -

Bildergalerie - Fotos: Bernd Koherr -